Das Aufgabenspektrum von Hochschulen für angewandte Wissenschaften entwickelt sich ständig weiter. So hat neben dem ursprünglichen Lehr- und Ausbildungsauftrag die Forschung an HAW zunehmend an Bedeutung gewonnen; gemäß NHG ist Forschung gleichberechtigte Dienstaufgabe von Professorinnen und Professoren neben Lehre und Selbstverwaltung. Forschung ist an HAW aufgrund der Industrie- und Gesellschaftsnähe zumeist anwendungsorientiert. Der stete Anstieg von Promotionsvorhaben an HAW verdeutlicht die wachsende Bedeutung dieser anwendungsorientierten Forschung. Promotionen erfolgen an HAW in Deutschland oft über Kooperationen mit Universitäten, da HAW zumeist das Promotionsrecht fehlt. Ausnahmen bilden hier die Bundesländer Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg oder Sachsen-Anhalt, welche bereits den Weg beschreiten, dass dort auch Hochschulen das Promotionsrecht übertragen wurde. Weitere Bundesländer haben dafür bereits die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen.
Um „niedersächsische Hochschulen als Motor unserer Wirtschaft“1 zu stärken, hat sich die niedersächsische Landesregierung im Rahmen ihres Koalitionsvertrags u.a. das Ziel gesetzt, durch eine Novellierung des Hochschulgesetzes die Voraussetzungen zu schaffen, um den niedersächsischen HAW das Promotionsrecht übertragen zu können. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) und der niedersächsischen Hochschulen arbeitet hierfür derzeit entsprechende Modelle und Richtlinien für ein niedersächsisches HAW-Promotionsrecht aus.

Der Wissenstransfer von Hochschulen spielt eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Vorsorge in ländlichen Regionen weltweit. Diese Regionen stehen vor spezifischen Herausforderungen, die durch den Mangel an Ressourcen, Fachkräften und Infrastruktur noch verstärkt werden. Am Beispiel Ostfriesland, einer ländlichen Region in Deutschland, soll dieser wissenschaftliche Text die Ausgangslage, die damit verbundenen Risiken und die Chancen für alle Stakeholder durch den Wissenstransfer von Hochschulen im Bereich Gesundheit und Vorsorge beleuchten.

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Digit.Plus ist ein innovatives Weiterbildungsprojekt, bei welchem die Themenschwerpunkte Big Data, Industrie 4.0 und Arbeit 4.0 berücksichtigt werden. Darüber hinaus beinhaltet Digit.Plus die Vermittlung von sozialen Komponenten (u.a. Softskills), die realitätsnahe Anwendung des Erlernten in Planspielen und Leanmanagement. Die Weiterbildung besteht aus Online-, Präsenz- und Projektmodulen (Blended Learning).